GLOOMSTER / KILLBITE (12"-Split-LP / farbiges Vinyl) / Release-Date: 16.08.2019 GLOOMSTER / KILLBITE (12"-Split-LP / farbiges Vinyl) / Release-Date: 16.08.2019
GLOOMSTER / KILLBITE
"If you follow the tunes of perdition"
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Format: Split-LP 12" / farbiges Vinyl
Farbe: rot
Auflage: 500
Beilage: Textblatt, Downloadcode und A2 Poster
Release-Date: 16.08.2019
Veröffentlichungsnr.: KBR 023

Tracklist:
Gloomster
01. Gloomster - Naiv
02. Gloomster - Fakt
03. Gloomster - Eigene Wahrheiten
04. Gloomster - Revisionist*innen (feat. Killbite)
05. Gloomster - Lars Christian
06. Gloomster - Verbannt und vergessen
Killbite
01. Killbite - Second To None
02. Killbite - Vergonha Do Brasil
03. Killbite - Spiritual Arson
04. Killbite - The Abyss
05. Killbite - Auf Abwegen (feat. Gloomster)
06. Killbite - Shadow Covers The Sun
Auf dieser Split-LP sind die beiden fantastischen Bands GLOOMSTER und KILLBITE mit je 6 Songs zu hören und die beiden Bands passen auf dieser Platte zusammen wie die Faust aufs Auge!!!
So wurden auch gegenseitig die Chöre eingesungen und es gibt auf der Platte jeweils einen weiteren Song, wo die Sänger getauscht haben.

GLOOMSTER (aus Eisenach) haben sich ja mittlerweile ´nen 2. Sänger zugelegt. Der eine brüllt (wie immer), der andere schreit. Im Gegensatz zum Vorgängeralbum "Nägel mit Köpfen" spielen GLOOMSTER auf dieser neuen Split-LP auch wieder mit etwas mehr Dampf. Ebenso wie in der Vergangenheit vermischen die Jungs einige Einflüsse aus altem Deutschpunk, NY Hardcore, Crust bis hin zum Metal. Die sympathische "Antifascist Crusty HC/Punk"-Band positioniert sich immer eindeutig gegen Faschismus, Antisemitismus, Homophobie, Rechtsoffenheit und jede Form von Unterdrückung. Dementsprechend wütend und aggressiv platzen Musik und Texte aus ihnen heraus.
Leider wurde dieses mal auf den sonst von GLOOMSTER "traditionell zelebrierten" Coversong verzichtet aber die Band hat sich dafür was anderes einfallen lassen. KILLBITE haben bei 'Verbannt und vergessen' z. B. die Chöre eingesungen und bei dem Song 'Revisionist*innen' singt der KILLBITE Sänger. Für mich persönlich übrigens der beste Song der Platte!

KILLBITE hab ich bis dato komischerweise total verpennt. Keine Ahnung warum. Den Bandnamen hab ich sicherlich schon auf dem einen oder anderen Konzi-Flyer gelesen, hab mich aber nie weiter mit der Band auseinandergesetzt. Und das war ein großer Fehler, denn KILLBITE machen crustigen Hardcorepunk und knallen richtig!!!
Die Band aus Bremen (und Umland) haut ähnlich wie GLOOMSTER eine Mischung aus Crust, Punk, Hardcore und Metal raus und das echt grandios. Denn gerade wenn KILLBITE einmal richtig losknüppelt, kommt der Sound so richtig gut und erinnert häufig an die "neueren" Veröffentlichungen von THE EXPLOITED oder auch DISCHARGE. Passend zum Sound kommen die gebrüllten Vocals, welche den Songs noch einmal mehr Intensität und Wut verleiht.
Auch KILLBITE haben sich ein paar kleine Überraschungen einfallen lassen. So wird der Song 'Auf Abwegen' von den Jungs von GLOOMSTER gesungen, Tati von NEUROTIC EXISTENCE wurde als Gastsängerin eingeladen und dann wurden noch die Brasilianer von AGROTOXICO, ODIO SOCIAL und MOLLOTOV ATTACK gefragt, ob sie den Song 'Vergonha do Brasil' einsingen. 'Vergonha do Brasil' ist ein antifaschistischer Song, der übersetzt "Schande über Brasilien" heißt. Unfassbar geil! Das ist echt eine feine Antifa-Hymne geworden.

Die Split-LP erscheint in einer 500er Auflage (rotes Vinyl) mit Textblatt, Downloadcode und A2 Poster!



Bandinfos:

Bandinfo zu GLOOMSTER:
Mucke zu machen, die aus dem Bauch kommt, Texte zu schreiben über Themen, die ankotzen und alles so zu verpacken, daß es auch das letzte Schmalhirn noch versteht, darum geht es bei GLOOMSTER aus Eisenach.
Musikalisch wird alles verbraten, was irgendwie gefällt. Aber wer unbedingt eine Schublade braucht, kann getrost das Fach für "Antifascist Crusty HC/Punk" aufmachen.
Gegründet wurde die Band übrigens 2009, womit die Jungs in diesem Jahr ihr 10-jähriges feiern! Glückwunsch!!!

Line up: Julian - Gebrüll / Phili - Geschrei / Krischaan - Gitarre / Marc - Bass / Matzek - Schlagzeug

Bandkontakt: Facebook / Bandcamp / Twitter

Hörproben: Hier geht es zu den Hörproben


Bandinfo zu KILLBITE:
KILLBITE aus Bremen (und Umland) haben sich 2012 gegründet. In den 7 Jahren hat die Band einige (Split-)Veröffentlichungen rausgebracht, viele Konzis im In- und Ausland gezockt und 2016 sogar ´ne Tour in Brasilien absolviert. KILLBITE ist eine politische Band, die dem D.I.Y. Gedanken sehr nahe steht und jede Art von Menschenrechten unterstützt und auf jeglichen Rassismus und Diskriminierung in all ihren Erscheinungen scheisst.

Line up: Clemens - Gesang + Bass / Jascha - Gitarre / Mick - Gitarre / Ballo - Schlagzeug

Bandkontakt: Facebook / Bandcamp / Twitter / Twitter / Soundcloud / You Tube

Hörproben: Hier geht es zu den Hörproben



Reviews:

GLOOMSTER/KILLBITE - If you follow the tunes of perdition
Gloomster starten die musikalische Kollaboration mit Heavy HC und dunklen Klangfarben ummantelt von Moshparts und antifaschistischer Note.
Mit Beteiligung der Splitfreunde und Tariq von DELUMINATOR werden Nazis von der Straße gefegt oder vom tonnenschweren Sound überrollt werden. Deeskalationsstrategie? Von wegen. Zeit für gute Taten, für direkte Aktionen und für Nachhaltigkeit, denn im Prinzip sind die erklärten Feindbilder von Gestern, Heute und Morgen auch der Bewegungsgrund für eine Debatte nach Anerkennung der Vielschichtigkeit von Geschichte und zur Integration ausgeblendeter Facetten. Punk ist der Motor, Wut und Hass der Antrieb.
KILLBITE rumoren straight ahead mit der Melange aus Metal, HC, Geböller und Stinkefinger. Auch hier unterstützt von den Splitfreunden, sowie von Tati /NEUROTIC EXISTENCE), von Jef (AGROTOXICO) und Leandro, Fabio (ODIO SOCIAL) ist das solidarische Gesamtpaket ein heraus geschriener Ausbruch, wobei ich Clemens Vocals als zu eintönig empfinde. Das apokalyptische Bollwerk indes wirkt grundsolide und stabil genug, um die metallischen Spitzen als Saitenhiebe einzufügen und die eintönigen Fragmente zu kaschieren. Aber die stärksten Momente hat KILLBITE in den Songs, wo Gastsänger*innen ins Mikro brüllen.
Noch im Ohr klinge(l)n die gebrüllten Fragmente des teutonischen Wahnsinns ohne Aussicht auf Versöhnung. Begleitet vom HC ohne Schönwetterperioden oder besänftigende Protestphasen wütet der kontrollierte Ausbruch als unmissverständliches Signal oder auch offene Ablehnung einer widerständigen Subkultur voll ressentimentgeladener Haltung gegenüber Deutschland, Neonazis und den Feinden im Inneren. "If you follow the tunes of perdition" ist programmatisches Gebaren im konfrontativen Kurs einer skizzierten Gesellschaftsstruktur, die sich in der Rolle des Opfers suhlt, ein Gewohnheitsrecht, das Punk mit Attitüde erst notwendig macht.

UNDERDOG Fanzine [www.underdogfanzine.de]



Gloomster/Killbite: If you follow the tunes of perdition
Bitte sagt hinterher nicht, sie hätten euch nicht gewarnt!
Den Titel dieser Split sollte man vor den anstehenden Wahlen dieses Jahres durchaus wörtlich nehmen. Beispiele, wo das alles enden wird, wenn man diesen Faschodreck wählt, gibt es ja weltweit aktuell zu Genüge. Dass GLOOMSTER bekanntlich politisch kein Blatt vor den Mund nehmen und das auch noch ziemlich kompromisslos, zeigt sich auch auf den 6 Songs dieser Platte mal wieder deutlich.
Zum Song "Eigene Wahrheit" muss man nur mal in eine Kneipe oder ins Fußballstadion gehen oder sich mit "normalen" Leuten außerhalb unsere Wohlfühlszene unterhalten. Erschreckend, was da einige von sich geben.
Ein absolutes Brett mit dem einen oder anderen Gast bieten auch KILLBITE an. Die Nordlichter spielen ihr altbewährtes Konzept von ziemlich metal-lastigem Crust in gewohnt harter Manier.
Die Soundwand ist einfach der Wahnsinn. Am Gesang gibt es Unterstützung von Fabio (ODIO SOCIAL), Jef (ua. AGROTÓXICO) und Tati (NEUROTIC EXISTENCE). Dass sich beide Bands bei je einem Song gegenseitig unterstützen, liegt ja auch irgendwie auf der Hand.
Textlich gibt es wie immer ein ziemlich dystopisches Weltbild, was mit jeder Platte leider immer mehr an Realität gewinnt.
Beide Seiten der Platte machen auf jeden Fall sehr viel Spaß (wenn man auf Krach steht) und laufen seit ein paar Tagen hier in Dauerschleife.
Kiki

bierschinken.net [www.bierschinken.net]



Gloomster & Killbite – If You Follow The Tunes Of Perdition ::: Review (2019)
Gloomster aus Eisenach in Thüringen spielen antifaschistischen HC/Crustpunk mit zwei Sängern und deutschen Texten. Killbite aus Bremen spielen ebenfalls Crustpunk, jedoch mit überweigend englischen texten. Beide Bands sind stark dem DIY verpflichtet, beide sind gegen Nazis, eine gemeinsame Split mit möglichst deutlichen Texten gegen rechts ist damit eine gute Wahl.
If You Follow The Tunes Of Perdition erschien am 29. Juli 2019 über Riot Bike Records und ist über Bandcamp erhältlich. Neben der digitalen Version gibt es auch eine Split-LP auf farbigem Vinyl. Insgesamt 12 Songs, sechs pro Band, sind auf diesem Album vereint.
Gloomster
Gloomster gefallen mir sehr gut. Harter, schneller antifaschistischer Crustpunk mit deutschen Texten ist seit Recharge und Rawside ja nix neues mehr, dennoch gelingt es der Band ihre eigene Linie zu finden. Texte gegen Sexismus, Homophobie, Rassismus und Faschismus sind in unserer jetzigen Zeit auch immer noch wichtig. Bei Revisionist_innen erhält die Band Unterstützung von ihren Split-Kollegen.
Killbite
Auch Killbite lassen nichts anbrennen. Alleine für die Verwendung des alten Guthrie-Spruches „This machine kills fascists“ verdienen sie ein Extralob. Auch sie erhalten selbstredend Unterstützung von Gloomster bei ihrem einzigen deutschen Song Auf Abwegen. Ist jedoch nicht die einzige Überraschung: bei Shadow Covers the Sun gibt es Unterstützung durch Tati von Neurotic Existence und für den spanischen Song Vergonha do Brasil hat die Band die Sänger von Agrotoxico, Odio Social und Mollotov Attack eingeladen.
Sehr schöne Split!

AWAY FROM LIFE [https://www.awayfromlife.com]



Review: Ox-Fanzine / GLOOMSTER/KILLBITE



GLOOMSTER / KILLBITE – If You Follow The Tunes Of Perdition LP
Als die Ankündigung für diese Schallplatte in meiner Timeline auftauchte, bin ich nicht vor Freude im Dreieck gesprungen. Muss ich ehrlich zugeben, obwohl bei beiden Bands von mir sehr geschätzte Menschen mitwirken, habe ich mich an diesem Sound irgendwie satt gehört. GLOOMSTER aus Eisenach sind eine enorm wichtige Band mit antifaschistischer Haltung, deutlichen Texten und klarer Kante gegen den braunen Dreck, der sich immer mehr ausbreitet. Deswegen haben sie auch nach ihrem mittlerweile sechsten Album und zehnjährigem Bandbestehen eher an Relevanz gewonnen, obwohl sich die Themen natürlich wiederholen. Es geht wieder gegen Nazis, gegen besorgte Bürger und den dummdeustchen Allgemeinzustand. Aber die hiesigen Zustände haben sich in den letzten Jahren ja auch nicht verbessert und deswegen braucht es Bands wie GLOOMSTER, die nicht nur dagegen ansingen und hohle Phrasen dreschen, sondern auch für ihre Inhalte und Texte einstehen. Und natürlich haben sie sich im Laufe der Zeit auch weiter entwickelt. Zu der röhrenden und bölkenden Stimme von Julian ist mit Phili, dem mittlerweile zweiten, zweiten Sänger eine Art disharmonischer Sprechgesang einige Oktaven höher dazu gekommen, der mir aber irgendwie nicht so recht rein laufen will. Aus dem 2010 veröffentlichen Song „Revisionisten“ ist auf diesem Album „Revisionist_innen“ geworden und auch sonst hat sich die Band im politisch korrekten DIY Sumpf einsortiert und schimpft u.a. gegen Swiss und die Andern, weil die zu mackerig sind. Musikalisch hält immer mehr Metal Einzug im einst rumpeligen Hardcore-Punk, die Band ist gereift und routinierter geworden. Ich habe bei diesen sechs neuen Liedern keine Überraschungen erwartet und wurde nicht enttäuscht, hätte mich über ein wenig Abwechslung aber gefreut. Steht GLOOMSTER drauf, ist auch GLOOMSTER drin, wobei es Gefahr läuft, über die Jahre etwas an Geschmack und Würze zu verlieren oder zu metallisch zu werden. Zu metallisch sind KILLBITE für mich. Die Bremer orientieren sich ganz klar am HC-Punk südamerikanischer Prägung und wenn du mit Bands wie Odio Social, Armagedon oder Agrotoxico etwas anfangen kannst, wirst du KILLBITE eh schon kennen. Deren Schlagzeuger Ballo hat eben diese Bands alle auf seinem mittlerweile eingestampften Break The Silence Label veröffentlicht und pflegt beste Kontakte zu den dortigen Szene-Protagonisten und DIY-Strukturen. So sind die Bremer auch an eine Brasilien-Tour gekommen. Geil. Und mit „Vergonha Do Brasil“ gibt es natürlich auch einen Song, der sich mit dem aktuellen Präsidenten und seinen Machenschaften auseinandersetzt. Live können die schon ein ordentliches Feuerwerk abbrennen, auf Vinyl will der Funke nicht überspringen. Mir hat die Band in ihren Anfangstagen mit Latex am Gesang besser gefallen. Und auch wenn mich diese Split-Scheibe musikalisch wenig reizt, ist es doch eine wichtige Veröffentlichung zweier politisch klar positionierter Bands mit wichtiger Message. Obendrauf gibt es farbiges Vinyl und eine hübsche Aufmachung. Ist mehr eine Herzensangelegenheit, als eine Ohrenangelegenheit.

Human Parasit [http://humanparasit.blogsport.eu]